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Strömungsgetriebe

Getriebe, bei dem die Kraftübertragung zwischen Antriebs- und Ablriobsseite durch die kinetische Energie einer Flüssigkeitsmenge erfolgt. Die zugeführte Leistung wird durch ein auf der Antriebswelle sitzendes Pumpenrad in Strömungsenergie der Übertragungsflüssigkeit umgewandelt. In einem auf der Abtriebswelle sitzenden Turbinenrad erfolgt die Umwandlung der Strömungsenergie in ein Drehmoment. Für die Umlenkung des Flüssigkeitsstroms sorgt ein Leitrad. Das Leitrad ist zwischen Pumpen- und Turbinenrad geschaltet und führt den Drehmomentunterschied beider Räder an das ruhende Gehäuse ab. Das Ausgangsmoment ist gleich der Summe aus Eingangsmoment und Leitradstützmoment. Bei der Bestimmungsdrehzahl beträgt der Wirkungsgrad 85 bis 95%. Bei feststehendem Leitrad hat die Wirkungsgradkurve Parabelform. Besonders im Bereich «!: n2 — 1 macht sich der niedrige Wirkungsgrad unangenehm bemerkbar. Es ist notwendig, in diesem Bereich den Drehmomentwandler auszuschalten und eine hydraulische Kupplung wirken zu lassen. Das Trilok-Prinzip ermöglicht ein selbständiges Umschalten vom Wandlerbetrieb auf den Kupplungsbetrieb. Beim Trilok-Strömungsgetriebe (auch Einkreislaufgetriebe) werden Wandler und Kupplung in einem hydraulischen Kreislauf vereinigt. Das Leitrad wird hier über Freilaufgesperre abgestützt. Es kann je nach Betriebszustand feststehen oder umlaufen und wird deshalb auch als Wechselrad bezeichnet. Wenn das Lastdrehmoment überwiegt, z.B. beim Anfahren, wird das Wechselrad über ein Freilaufgesperre gegen das Gehäuse abgestützt und wirkt als feststehendes Leitrad. Damit ergibt sich die Charakteristik eines Drehmomentwandlers. Wird das Lastdrehmoment gleich oder kleiner dem Antriebsdrehmoment, so löst sich das Wechselrad vom Gehäuse und läuft im Drehsinn des Turbinenrades beschleunigt um. Sobald das Turbinenrad vom Wechselrad überholt wird, werden beide Räder durch ein Freilaufgesperre miteinander gekuppelt. Damit wird der Drehmomentwandler zur Strömungskupplung. Dieser Vorgang tritt z.B. im Bereich höherer Fahrgeschwindigkeiten auf. Eine weitere Verbesserung des Wirkungsgrades erreicht man durch Unterteilung des Leitrades, des Turbinenrades und des Pumpenrades. Um bei allen Betriebszuständen brauchbare Wirkungsgrade zu erreichen, werden zusätzliche Zahnradstufen vorgesehen. Als Nachschaltgetriebe werden Planetengetriebe mit 2 bis 3 Gängen verwendet. Die Getriebe werden vorwiegend hydraulisch gesteuert. Der automatische Schaltvorgang ist abhängig von Drosselklappenstellung und Fahrgeschwindigkeit’. Haupt-teüe der Steuerhydraulik: Primärpumpe (Antriebswelle), Sekundärpumpe (Abtriebswelle), Bereichswahlschieber, Reglerschieber für Gangumschaltung, Druckregelschieber zur Festlegung des Öldrucks, Sperrschieber zur Verhinderung des Ein-schaltens der Parksperre und des Rückwärtsgangs bei Fahrt. Die Parksperre besteht aus Klinkenrad und Klinke. Der Bereichswahlschieber hat die Stellungen P (Parken), N (Neutral), D (Drive; Fahren), L (Low; Langsam), R (Return; Rückwärts).

 

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