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Verzögerungsleitung

Bauelemente oder elektronische Schaltung, die von einem Signal durchlaufen werden und dieses dabei zeitlich verzögern. Prinzipiell verzögert jedes Bauelement (und jede Schaltung) ein durchlaufendes Signal um eine geringe Zeit. Sind aus schaltungstechnischen Gründen längere definierte Zeitverzögerungen erforderlich, werden V. eingesetzt. Tiefpaßfilter (Filter) erzeugen Phasenverschiebung der Signale im Durchlaßbereich. Durch Kettenschaltung derartiger Filter kann für bestimmte Frequenzen eine Zeitverzögerung (Summe der Phasenverschiebungen) erreicht werden. Der physikalische Effekt, daß sich Ultraschallwellen in festen Medien langsamer ausbreiten als elektrische Wellen in Leitern, wird in der Ultraschall-Verzögerungsleitung ausgenutzt. Zeitverzögerungen können auch durch BBD-und CCD-Schaltungen (BBD; CCD-Technik) erreicht werden. Digitale Signale können darüber hinaus durch Schieberegister oder Kettenschaltungen von Gattern (Gatter-Verzögerungszeit) verzögert werden. Teilchenphysik, delay line, optoelektrisches Bauteil zur Verzögerung optischer oder elektrischer Signale mittels Glasfaser oder Kabeldelays. Eingesetzt werden auch vermehrt programmierbare Verzögerungsleitungen über definierte passive elektronische Verzögerungschips. Wichtigste Anwendung von Verzögerungsleitungen sind Koinzidenzschaltungen, um intrinsische Zeitunterschiede der einzelnen Detektoren sowie Kabellauflängen der elektrischen Signale auszugleichen.

 

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