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Filter

Frequenzabhängiges elektrisches Netzwerk (Netzwerk, elektrisches) zur Aussiebung (Betonung) oder Unterdrückung (Abschwä chung) ausgewählter Frequenzbereiche.

Die Amplitudenfrequenzdarstellung (Ampli-tudenfrequenzgang) von F. weist einen oder mehrere — Durchlaß- bzw. Sperrbereiche auf, nach deren Anordnung die F. eingeteilt werden in Tiefpaß TP, Hochpaß HP, Bandpaß BP und Bandsperre BS. F. enthalten prinzipiell frequenzabhängige passive Bauelemente, wie Spulen oder Kondensatoren, die bei F. mit steileren Übergängen von den Durchlaß- zu den Sperrbereichen schwingungsfähige Kreise (Resonatoren) bilden. Um in der niederfrequenten Schaltungstechnik die hier sehr voluminösen und nicht integrationsfähigen Spulen zu vermeiden, werden im Frequenzbereich bis etwa 100 kHz die Resonatoren durch Kondensatoren, Widerstände und Verstärker realisiert (Tiefpaß, aktiver; Hochpaß, aktiver). In der hochfrequenten Technik sind die F. passive LC-Netzwerke. Digitale Filter erfordern die Digitalisierung des analogen Signals. Ihr Einsatz beschränkt sich aus Kostengründen heute noch auf Spezialfälle in der kommerziellen Technik.

In der Fotografietechnik:

Filter haben die Aufgabe, gewisse Strahlungsanteile des sichtbaren Lichts und der angrenzenden Spektralbereiche dem Aufnahme- bzw. Kopierlicht durch Absorption zu entziehen und somit deren Auswirkung auf die lichtempfindlichen Emulsionen während der Belichtung zu verhindern. In der Schwarzweißfotografie sind vor allem Farbfilter maßgeblich daran beteiligt, Farbkontraste in visuell äquivalente Graukontraste umzusetzen (Kontrastfilter). In der Farbfotografie dienen sie der Korrektur von Farbtemperaturschwankungen in der Beleuchtung (Konversionsfilter). Für Schwarzweiß- und Farbaufnahmen gleichermaßen bedeutend sind die UVa-Filter (auch Dunst-, Haze- oder Skylightfilter genannt) und Polarisationsfilter. Die ersteren vermeiden die übermäßige Belichtung der Filme als Folge einer erhöhten Ultraviolett-Einstrahlung, letztere dienen der Beseitigung von Reflexen auf spiegelnden Flächen und damit einer kontrastreicheren Wiedergabe. Für Aufnahmen auf Infrarot-Materialien werden Infrarotfilter benötigt, um die Einwirkung sichtbaren Lichtes auf die fotografische Schicht zu verhindern. Schließlich steht für die experimentelle Fotografie eine Vielzahl von Trickfiltern zur Verfügung. Im Bereich der Reproduktion von Aufnahmen werden Kopierfilter für die Farbfilterung bei Vergrößerungen und Reproduktionsfilter für die Herstellung von Farbauszügen (u. a. für den Druck) eingesetzt. Bei sämtlichen Aufnahme- und Reproduktionstechniken müssen entsprechende Filterfaktoren bei der Ermittlung der korrekten Belichtungswerte berücksichtigt werden.

 

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