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Dämmerungssehen

Sehen im Leuchtdichtebereich von 3,0 cd/m2 bis 0,01 cd/m2 zwischen Tagessehen und^> Nachtsehen (mesopisches Sehen). Das D. ist ein gemeinsames Stäbchensehen und Zapfensehen in der Form, daß mit nachlassender Leuchtdichte die Zapfen immer mehr versagen und die Stäbchen an Bedeutung gewinnen. Entsprechend reduziert sich die Sehschärfe und die Farbwahrnehmung in Abhängigkeit von der verbliebenen Zapfenfunktion. Das D. umfaßt den gesamten Bereich der beleuchteten Straße 1,0 cd/m2 bis 2,0 cd/m2, die Fahrbahn unmittelbar vor einem Kraftfahrzeug 0,3 cd/m2 bis 1,0 cd/m2, 50 m vor dem Kraftfahrzeug 0,01 cd/m2 bis 0,05 cd/m2, bei Vollmond 0,3 cd/m2, bei Halbmond 0,03 cd/m2. Im nächtlichen Straßenverkehr befinden sich also alle Sehaufgaben im Bereich des D., deshalb sind gesundheitliche Beeinträchtigungen des D. nicht zulässig. Die Untersuchungen erfolgen z. B. mit einem Nyktometer und Me-soptometer, damit sind Sofortadaptation und Blendungsempfindlichkeit als Prüfgrößen bestimmbar. Dunkelsehen, skotopisches Sehen, Stäbchensehen, der physiologische Mechanismus des Sehens bei schwacher Beleuchtung. Das photopische Sehen (Tagessehen) wird bei Abnahme der Helligkeit durch das Dämmerungssehen abgelöst, wobei sich die Sehschärfe um bis zu ca. 90 % verringert. Die Stäbchen werden bei höheren Beleuchtungsstärken gesättigt und tragen beim Tagessehen nicht zur visuellen Erregung bei. Beim Dämmerungssehen dagegen nimmt die Empfindlichkeit der Stäbchen zu, und sie übernehmen die Sehfunktion. Aufgrund ihrer Farbuntüchtigkeit verschiebt sich das Maximum der spektralen Empfindlichkeit von 555 nm auf 513 nm (Purkinje-Phänomen). (Augenempfindlichkeit)

 

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