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Dehnungsmeßstreifen

Eine Art Meßwandler zur Messung von Dehnungen belasteter (Last) Bauteile. Sie bestehen aus einem Trägermaterial mit einem oder mehreren dünnen aufgeklebten Drähten (oder einer schmalen Folie) und werden auf das Teil aufgeklebt, dessen Dehnung (bei einer Verformung durch Biegung, Verdrehung etc. auftretend) gemessen werden soll. Bei Dehnung ändert sich der elektr. Widerstand des D. entsprechend der Belastung; auf einer Strecke von 1 m sind noch Dehnungen von 1 tausendstel Millim. meßbar. In der Elektronik: Elektrischer Widerstand, der seinen Wert bei durch Dehnung oder Stauchung hervorgerufener Längenänderung ändert. Erste D. bestanden aus Metalldrähten elastischer Werkstoffe, die, wenn sie im elastisch reversiblen Bereich mechanisch gedehnt oder gestaucht werden, ihren elektrischen Widerstand ändern. Wird dieser Metalldraht auf ein mechanisch beanspruchtes Meßobjekt möglichst plan mit speziellen Klebstoffen aufgeklebt, kann bei Anliegen einer geeigneten elektrischen Spannung die Widerstandsänderung als Spannungsänderung registriert und ausgewertet werden. Moderne D. bestehen aus Folien (z. B. gitterförmige Bahnen aus Nickel-Chrom-Legierung, fotochemisch auf einen Trägerwerkstoff aufgebracht), Dünnfilmen (z. B. Chrom-Silicium-Bahnen, auf Isolierschicht aufgedampft) oder Halbleitern (Effekt, piezoresistiver, Piezowiderstand). Mit D. können Kräfte, Drücke (Drucksensor), Beschleunigungen und Längenänderungen elektrisch gemessen werden. Dazu sind für viele Meßzwecke vier D. zu einer Wheatstone-Brücke geschaltet.

 

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Dehnungsmessstreifen

 

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Weitere Begriffe : Diffusionsnebelkammer | Strahlungsdruck | Feynman

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