Kolloide
Allg. Stoffe, die auf charakteristische Weise besonders fein verteilt sind, deren Teilchen sich oft wie Moleküle verhalten, aber doch groß genug sind, um an ihren Grenzflächen Eigenschaften diskreter Partikel zu zeigen (Adsorption). K. können fest, flüssig oder gasförmig in einem anderen Stoff (dem Dispersionsmittel), der ebenfalls einen der drei Aggregatzustände angenommen haben kann, verteilt sein. Bekannt sind vor allem Systeme mit einer festen dispersen Phase und einem flüssigen Dispersionsmittel, wie Seifenlaugen und Lacke. Die Kolloidchemie ist ein eigenständiges Gebiet innerhalb der physikalischen Chemie, die die Eigenschaften kolloiddisperser Systeme untersucht.
In der Fotografietechnik:
Kolloide sind hochpolymere Makromoleküle oder Molekülaggregate in der Größenordnung zwischen 1 Nanometer (nm) und 100 nm. Für die Fotografie von wesentlicher Bedeutung sind die »löslichen« Kolloide, deren wichtigster Vertreter die Gelatine ist. Je nach Temperatur und Konzentration der in Lösung befindlichen Kolloide bilden diese eine hochviskose Flüssigkeit (Sol) oder eine erstarrte elastische Masse (Gel). Letztere ist die Basis aller fotografischen Emulsionen.
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