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Kraftfeld

beschreibt die Kraft F auf einen Massepunkt oder eine elektrische Ladung, wenn F nur von dessen Lage r im Raum und nicht z.B. von seiner Geschwindigkeit Kraftfeld abhängig ist, d.h. F = F(r) (r: Ortsvektor). Heftet man an jeden Punkt P des Raumes die Richtung der Kraftvektoren an, kann man, von einem bliebigen Punkt P0 ausgehend, diese Richtungselemente zu Feldlinien verbinden. Dabei ist die Dichte der Feldlinien der Stärke des Kraftfeldes, d.h. dem Betrag der Kraft in dem betrachteten Punkt P, proportional.

Die klassische Mechanik sah in den Kräften, die voneinander getrennte, materielle Körper aufeinander ausüben, Fernkräfte, die durch den leeren Raum hindurch wirken, ohne auf ein kraftübertragendes materielles Bindeglied angewiesen zu sein oder von einem solchen beeinflusst zu werden. Spätestens seit der experimentellen Bestätigung der Maxwellschen Theorie des Elektromagnetismus durch Hertz ist es offensichtlich, dass sog. Fernwirkungen sich mit endlicher Geschwindigkeit ausbreiten und ein materieller Körper erst dann von einer Kraft angegriffen wird, wenn die Wirkung an seinem Ort angekommen ist. Die Ursache derartiger Kräfte als besonderer physikalischer Zustand des leeren Raumes ist das Kraftfeld. Die Entstehung eines Kraftfeldes im ursprünglich leeren Raum kann verschiedene Ursachen haben, wie z.B. eine Masse, die ein Gravitationsfeld (Gravitation) erzeugt oder eine elektrische Ladung, die ein elektrostatisches Feld (Coulomb-Potential) erzeugt. Die Bewegung elektrischer Ladungen verursacht magnetische Kraftfelder, und wird der Raum (das Bezugssystem) beschleunigt, so entsteht ein Führungsfeld.

 

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