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Multifragmentation

Kernphysik, dominanter Zerfallskanal schwerer hochangeregter Kernsysteme nahe ihren Bindungsenergien. Entsprechend den Aufteilungsmöglichkeiten in Kernbausteine ist der Zerfall durch das mehrfache Auftreten von Kernfragmenten mittlerer Masse charakterisiert. Geeignet für die Untersuchung der Multifragmentation sind relativistische Schwerionenstösse von mehreren 100 MeV pro Nukleon, bei denen sich in periphären Stössen sog. Spectator-Restkerne aus den nicht unmittelbar vom Stoss betroffenen Projektil- und Targetkernzonen bilden, die bezüglich der Verteilung der übertragenen Energiedichte weitgehend äquilibriert sind. Multifragmentation spiegelt das Verhalten von Kernmaterie in Aggregatzuständen ähnlich einer Flüssigkeit (Tröpfchenmodell) oder einem gasförmigem Zustand (Thomas-Fermi-Modell) wider, allerdings mit ungewöhnlichen Eigenschaften; beispielsweise übersteigt die Dichte die von Wasser um das 1014-fache.

 

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