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Natriumdampflampe

Entladungslampe mit Natrium als leuchtendem Element. Je nach Betriebsdruck unterscheidet man Natriumdampf-Niederdrucklampen (10-1 Pa) und Natriumdampf-Hochdrucklampen (3 • 104 Pa). Während die Niederdrucklampe vorwiegend Strahlung bei den charakteristischen Natriumlinien, vor allem bei X = 589 um, aussendet, wird bei der Hochdrucklampe fast im gesamten visuellen Spektralbereich Strahlung erzeugt. N. sind z. B. die Lampen mit der höchsten Lichtausbeute. Atom- und Molekülphysik, Lichtquelle, die durch Anregung von Natrium-Atomen in einer Gasentladung hauptsächlich das gelbe Licht der D-Linien des Natriumatoms (Atomspektrum) emittiert (gelbe Doppellinie des Natrium bei 589 bzw. 589,6 nm). Derartige Metalldampflampen enthalten in der Regel einige mbar eines inerten Gases, wie z.B. Argon. Dieses Gas hält die Gasentladung so lange aufrecht, bis der Dampfdruck des Na durch Erwärmung der Röhre auf ca. ein tausendstel des Ar-Drucks angestiegen ist und das Emissionsspektrum der Lampe durch das Spektrum von Na bestimmt wird. Das inerte Gas reduziert ausserdem die mittlere freie Weglänge der Elektronen und erhöht somit die Stosswahrscheinlichkeit von Elektronen mit Na-Atomen im Vergleich zu Stössen mit der Wand der Röhre.

Die Leuchterscheinung besteht hauptsächlich aus der positiven Säule der Glimmentladung. Der Betrieb der Lampen bei geringem Druck erlaubt es, die Linienbreite der emittierten Spektrallinien gering zu halten, was von besonderer Bedeutung für die Atomspektroskopie ist. Hier spielte die Na-Dampflampe eine wichtige Rolle bei der Erforschung der atomaren Struktur und der Wechselwirkungen atomarer Momente mit internen und externen Feldern.

 

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