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Sehen

Siehe auch: Physiologie des Sehens OptikLaboratoriumsmethoden und -geräte, mesopisches: Dämmerungssehen, Übergang der Sehfunktion von den Zäpfchen zu den Stäbchen der Netzhaut. Da der Stäbchenapparat viel träger reagiert als der Zäpfchenapparat, reduziert sich die Bildfrequenz, bei der ein Bild flimmerfrei gesehen wird, von 60 Bildern pro s auf ca. 20 Bilder pro s. Eng verknüpft mit dem mesopischen Sehen ist der Sehpurpur (Rhodopsin). Die zunehmende Anpassung der Empfindlichkeit des Auges an die Dämmerung hängt mit photochemischen Regenerationsvorgängen des Rhodopsins zusammen. Ein wichtiger Baustein in dieser Regenerationskette ist Vitamin A. Damit wird verständlich, dass bei Vitamin-A-Mangel die Adaptionsfähigkeit des Auges leidet (Nachtblindheit).

– photopisches: Tagessehen, visuelle Wahrnehmung, bei der im Gegensatz zum Nachtsehen (skotopisches Sehen) Farben gesehen werden können. Diese Fähigkeit wird vom Zapfenapparat der Netzhaut übernommen.

– stereoskopisches: räumliches Sehen, visuelle Tiefenwahrnehmung bedingt durch die doppelte Anlage des Auges. Die Bilder auf der Netzhaut werden auf Grund der Betrachtung eines Gegenstandes aus jeweils einer etwas anderen Richtung verschieden sein. Das räumliche Sehen tritt infolge des Pupillenabstandes bei der Betrachtung eines Objektes mit beiden Augen (binokulare Bildverschiedenheit oder auch Netzhautbildparallaxe) auf. Ein Stereo-Effekt entsteht, wenn man beiden Augen getrennte Bilder eines Objektes darbietet, die unter etwas verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen wurden (Stereobildpaar). Wird bei Stereobildpaaren das linke Bild mit dem linken Auge und das rechte Bild mit dem rechten Auge betrachtet, so entsteht ein dem aufgenommenen Objekt entsprechender orthoskopischer Stereoeffekt. Werden die Bilder vertauscht, so liegt ein pseudoskopischer Stereoeffekt vor, bei dem vorn liegenden Details hinten bzw. umgekehrt erscheinen.

Die visuelle räumliche Wahrnehmung erfolgt so, als ob sich die beiden Netzhäute schalenförmig ineinandergelegt in der Gegend der Nasenwurzel befänden (Mittelauge). Abgebildete Punkte, die jeweils denselben Abstand vom virtuellen Mittelauge haben (Deckstellen), werden einfach gesehen. Sind die Abstände unterschiedlich gross (Querdisparation), ergeben sich Doppelbilder. Diese werden vom optischen Sinnesapparat direkt als Tiefenwahrnehmung verwertet. Je grösser die Querdisparation zweier Bilder, desto grösser ist die Tiefenwahrnehmung (binokulare Disparität).

 

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