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Bethe

Hans Albrecht, deutsch-amerikanischer Physiker, *2.7.1906 Strassburg; Assistenten- und Lehrtätigkeit in Frankfurt a.M. (1928), Stuttgart (1929), München (1930-32), Tübingen (1932-33), Manchester und Bristol (1933-35); 1935 Professor für theoretische Physik an der Cornell-Universität in Ithaca; 1943-46 Direktor der Abteilung für theoretische Physik am Atomforschungs-Institut (für die Atombombenentwicklung) in Los Alamos; beteiligt an der Entwicklung der Wasserstoffbombe; einer der herausragenden theoretischen Physiker des 20. Jahrhunderts mit Beiträgen unter anderem zur theoretischen Festkörperphysik, zur Physik der kosmischen Strahlung, Quantenelektrodynamik und Quantenfeldtheorie sowie zur Reaktorphysik; gab 1933 zusammen mit A.J.W. Sommerfeld eine quantenmechanische Darstellung der Elektronentheorie der Metalle; untersuchte die Absorptionsspektren von Kristallen sowie Atomspektren (insbesondere von Wasserstoff und Helium); beschrieb 1934 zusammen mit W.H. Heitler die Abbremsung von Elektronen beim Durchgang durch Materie (Bethe-Heitler-Formel); stellte mit F. Bloch eine Formel (Bethe-Bloch-Formel) auf, die den mittleren Energieverlust geladener Teilchen je Wegstrecke beim Durchgang durch Materie angibt; erklärte die Entstehung von Teilchenschauern bei der kosmischen Strahlung; stellte 1935 mit C.F. von Weizsäcker eine halbempirische Interpolationsformel für die Bindungsenergie der Nukleonen in Abhängigkeit der Massen- und Protonenzahl des Atomkerns auf (Bethe-Weizsäcker-Formel); entwickelte 1937 unabhängig von C.F. von Weizsäcker eine Theorie zur Energieerzeugung in der Sonne und anderen Sternen (Bethe-Weizsäcker-Zyklus, Kohlenstoff-Stickstoff-Zyklus, CN-Zyklus), wofür er 1967 den Nobelpreis für Physik erhielt; ferner (unter anderem mit G.A. Gamow) Beiträge zur Kosmologie, insbesondere zur Urknall- oder Big-Bang-Theorie; gab 1947 eine Erklärung der Lamb-Shift; nach ihm und dem amerikanischen Physiker J.H. Tait (*1945) ist der in der Reaktortechnik bekannte Bethe-Tait-Störfall benannt, der schwerste in einem Brutreaktor durch gleichzeitigen Ausfall aller Kühlmittelpumpen und Abschaltvorrichtungen auftretende Störfall.

Bethe

Bethe, Hans Albrecht

 

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