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Solitonen
QuantenmechanikOptik, stabile
Lösungen von eindimensionalen, nichtlinearen Wellengleichungen mit
teilchenartigem Charakter. Die erste Lösung dieser Art wurde für die
Korteweg-de-Vries-Gleichung gefunden. Heute sind für viele
Differentialgleichungen Soliton-Lösungen bekannt, unter anderem für die
nichtlineare Schrödinger-Gleichung und die Sinus-Gordon-Gleichung. An
Mehr-Soliton-Lösungen kann Streuung von Solitonen beobachtet werden, wobei
während der Wechselwirkung teilweise eine komplizierte Verformung auftritt,
anschliessend die Lösungen aber wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Diesem
teilchenartigen Verhalten verdanken die Solitonen ihren Namen. Soliton-Lösungen
mit Stufenform, beispielsweise zur Sinus-Gordon-Gleichung (siehe Abb.),
bezeichnet man auch oft als Kink-Lösungen.
Solitonen treten in zahlreichen naturwissenschaftlichen
Gebieten, bei denen nichtlineare Wellenausbreitung vorkommt, auf, z.B. bei
Wasserwellen (Tsunamis), bei elektronischen Leitungen, bei der Nervenleitung
usw. Eine besondere Bedeutung haben optische Solitonen, vor allem im Hinblick
auf ihre technische Anwendung in Lasern und zur Datenübertragung in Glasfasern,
da sie auch bei der Übertragung über weite Strecken ihre Form und damit ihre
Informationen behalten und nicht wie übliche optische Wellen auf Grund unterschiedlicher
Phasengeschwindigkeiten der Wellenkomponenten auseinanderlaufen (Dispersion).
Die Effekte der Dispersion werden also gerade durch nichtlineare optische
Effekte, v.a. den Kerr-Effekt (Selbstphasenmodulation), kompensiert.

Solitonen: Zeitunabhängige Soliton- bzw. Kink-Lösung zur
Sinus-Gordon-Gleichung.
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