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Sterilisationsmethoden

Medizinische Physik, Medizintechnik, Massnahmen, die der Abtötung aller vermehrungsfähigen Mikroorganismen dienen. Dabei richtet sich die Auswahl der Verfahren nach den Eigenschaften des zu sterilisierenden Materials und der Widerstandsfähigkeit der Mikroorganismen gegen die verschiedenen Verfahren. Die Sterilisationsmethoden lassen sich grob in chemische und physikalische Verfahren unterteilen. Bei den chemischen Verfahren ist die Gassterilisation die verbreitetste Methode. Die Sterilisation wird mit Hilfe bakterienabtötender Gase erreicht und kommt beispielsweise bei wärmeempfindlichen Materialien zur Anwendung. Zu den physikalischen Sterilisationsmethoden zählen die thermische Sterilisation, die Bestrahlungssterilisation und die Sterilfiltration. Die thermische Sterilisation nutzt die keimtötende Wirkung trockener und feuchter Hitze. Da die Wärmeleitfähigkeit von trockener Luft gegenüber feuchter wesentlich geringer ist, erfordert die Trockensterilisation viel höhere Temperaturen als die Dampfsterilisation. Letztere wird in einem Druckkessel (Autoklav) mit gesättigtem Wasserdampf durchgeführt. Für die Bestrahlungssterilisation werden die abzutötenden Mikroorganismen einer letalen Dosis energiereicher Strahlung ausgesetzt. Neben der Bestrahlung mit Elektronen wird dabei elektromagnetische Strahlung verwendet. Je nach deren Wellenlänge spricht man von UV-, Röntgen- oder Gammasterilisation. Die Sterilfiltration wird bevorzugt bei temperaturempfindlichen Flüssigkeiten eingesetzt, wobei man die Mikroorganismen mit geeigneten Filtern entfernt.

 

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