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Astrometrie

Positionsastronomie, Teilgebiet der Astronomie, das sich mit der Messung der Positionen von Himmelskörpern an der Himmelssphäre in einem fundamentalen Bezugssystem befasst. Dazu gehören die Theorie der zur Ortsbestimmung verwendeten Instrumente (astronomische Instrumente), die Untersuchung der Einflüsse, die eine Ortsänderung hervorrufen (z.B. Präzession, Nutation, Aberration, Parallaxe usw.), die astronomische Zeitbestimmung (z.B. Frühlingsanfang) und auch die Grundlagen zur geographischen Ortsbestimmung. Um die Orte von Himmelskörpern in einem Bezugssystem darzustellen, das einem Inertialsystem möglichst nahekommt, hat man 4500 Sterne (sog. Fundamentalsterne) ausgewählt, deren Koordinatenpunkte gleichmässig über dem gesamten Himmel verteilt sind. Ihre Koordinaten werden üblicherweise im Äquatorsystem (Koordinatensystem) dargestellt und immer wieder präzisiert (Sternkataloge). Durch den Astrometriesatelliten Hipparcos wird diese Datenbasis im Laufe der nächsten Jahre auf etwa 100000 Sterne erweitert. Ein weiterer Schritt besteht in der genauen Vermessung der Positionen von lichtschwachen Quasare, die aufgrund der grossen Entfernungen keine messbare Eigenbewegung mehr aufweisen sollten. Sobald die Koordinaten dieser Objekte ebenso gut bekannt sind wie die der Fundamentalsterne, ist das Ziel eines astronomisch definierten Inertialsystems erreicht. Durch die Wahl eines geeigneten Masssystems und Festlegung astronomischer Konstanten können ebenfalls Fehlerquellen eliminiert werden.

 

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