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Dichtung

Maschinenelement, das den Übertritt eines Gases, einer Flüssigkeit, eines pastösen oder staubförmigen Stoffes von einem Raum in einen anderen oder ins Freie verhindert oder bis auf geringe Mengen reduziert. Nach Einsatzzweck unterscheidet man: 1. Berührungsd. zwischen ruhenden Flächen. Beispiele sind die D. zwischen den Flanschen von Pumpen und Rohrleitungen, in zusammengesetzten Rohrleitungen sowie zwischen Motorblock und Zylinderkopf eines Verbrennungsmotors (Verbrennungskraftmaschine). 2. Berührungsd. zwischen aneinander vorbeigleitenden Flächen. Diese werden dort eingesetzt, wo Wellen durch Maschinengehäuse hindurchgeführt werden. Gleiten, wie in Kolbenmaschinen, Kolben linear in einem Zylinder hin und her, dienen Kolbenringe als Dichtelemente. Dichtwirkung und Funktion beruhen auf der Federwirkung (Feder) ihres Materials, die sie an der Zylinderwand anliegen läßt, auf dem Gasdruck hinter ihnen, der sie zusätzlich gegen die Wand preßt, und auf einer permanenten Schmierung (Schmierstoffe). 3. Berührungsfreie Dichtungen, wie Labyrinthdichtungen. Bei ihnen wird der Spalt zwischen der festen und einer meist rotierenden Dichtfläche von dem abzudichtenden Stoff (fast immer ein Gas) selbst ausgefüllt, der als eine Art Hilfsdichtung wirkt und durch die D. hindurchtritt. Berührungsfr. D. sind auch solche, die mit einer in ihnen verbleibenden Sperrflüssigkeit gefüllt sind. 4. Bälge und Membranen sind Hüllwände aus flexiblen Materialien zur Abdichtung zwischen Teilen, die sich begrenzt gegeneinander bewegen.

 

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