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Galilei-Transformation
Klassische
Mechanik, die nach G. Galilei benannte Umrechnung von einem unbeschleunigten
Raum-Zeit-Koordinatensystem (Inertialsysteme) auf ein anderes. Mathematisch
bilden die Galilei-Transformationen die Galilei-Gruppe (Gruppe). Die Newtonsche
Mechanik ist invariant gegenüber Galilei-Transformationen, auch die
Laplace-Gleichung ist Galilei-invariant. Die eigentliche Galilei-Gruppe enthält
im einzelnen die dreidimensionalen räumlichen Drehungen (Rotationen) um
konstante Winkel r¢ = Ar, t¢ = t, ATA = AAT
= 1 (A: Drehmatrix), die Verschiebungen (Translationen) des
räumlichen und zeitlichen Nullpunktes r¢ = r + r0, t¢ = t +
t0 und
die Transformationen in ein mit der Geschwindigkeit v geradlinig-gleichförmig bewegtes
nichtrotierendes Bezugssystem r¢ = r - v t, t¢ = t (spezielle
Galilei-Transformation). Zur vollen Gruppe gehören noch die Spiegelungen des
Raumes und der Zeit.
Die Galilei-Transformationen sind näherungsweise anwendbar,
wenn die Geschwindigkeiten v c sind (c: Vakuumlichtgeschwindigikeit). Die Gültigkeit der
Galilei-Gruppe bedeutet nämlich, dass sich ein Wellenphänomen in höchstens einem
Inertialsystem isotrop ausbreiten kann. Es gibt aber Wellenphänomene, die sich
in jedem Inertialsystem isotrop ausbreiten (Konstanz der Lichtgeschwindigkeit).
Allgemein gilt die Lorentz-Gruppe (Speziellen Relativitätstheorie). Für c ¥ erhält man aus
der Lorentz-Gruppe die Galilei-Gruppe.
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