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magnetische Anisotropie

Abhängigkeit der magnetischen Eigenschaften eines Festkörpers von der Richtung bezüglich der Kristallachsen und damit eine spezielle Form der Anisotropie. Der Ursprung liegt in der Spin-Bahn-Kopplung und in der Kopplung der Bahnmomente an das Kristallfeld, wodurch die magnetischen Momente bzw. Spins der Gitteratome eine energetisch günstige Orientierung bezüglich des Gitters einnehmen. Für Substanzen im paramagnetischen Zustand (Paramagnetismus) bedeutet dies eine Abhängigkeit der paramagnetischen Suszeptibilität von der Richtung des angelegten Magnetfeldes. In ferromagnetischen Substanzen, Ferrimagnetika und Antiferromagnetika stellt sich das magnetische Moment der Atome aufgrund der Anisotropieenergie bevorzugt in die Richtung bestimmter Kristallachsen (leichte Richtungen) ein und ermöglicht dadurch die Spontanmagnetisierung.

Die magnetische Anisotropie ist eine der Mechanismen, die in Ferromagneten die Ausbildung der magnetischen Domänenstruktur beeinflusst und ebenso die Dicke und Struktur von Bloch-Wänden, die Bereiche gleicher Magnetisierungsrichtung trennen (Weiss'sche Bezirke).

 

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