Anisotropie
Bedeutet, daß die physik. oder ehem. Eigenschaften eines Körpers richtungsabhängig sind. Dafür kann die räumliche Anordnung der Atome, Moleküle oder die Struktur des Materials verantwortlich sein.
In der Elektronik:
Richtungsabhängigkeit der Eigenschaften von Festkörpern (Gegensatz Isotropie). Die A. von Festkörpereigenschaften ist eine direkte Folge ihres kristallinen Aufbaus (Kristallstruktur) in Form eines Gitters und dadurch bedingt, daß bei einem Kristall die Anordnung der Kristallbausteine entlang den drei Gitterhauptachsen (x-, y- und z-Richtung) unterschiedlich ist. Sie ist bei den einzelnen Gittertypen verschieden stark ausgeprägt. Bei Halbleitern und Isolatoren sind hauptsächlich die mechanischen und thermodynamischen Eigenschaften anisotrop (z. B. der thermische Ausdehnungskoeffizient, der Elastizitätsmodul usw.). Die A. wird bei bestimmten Fertigungsschritten im Zyklus I bewußt ausgenutzt, so z. B. beim richtungsabhängigen, d. h. von der Kristallorientierung abhängigen Ätzen (V-ATE-Verfahren). Die optische A. führt zur Aufspaltung des Lichts in zwei Teilstrahlen (Doppelbrechung) und wird bei der Erzeugung von polarisiertem Licht angewendet (Optik, integrierte).
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