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Quantenstatistik
Quantenmechanik,
Teilgebiet der Statistik, dem die Quantenmechanik zugrunde liegt.
Charakteristisch für die Quantenstatistik ist, dass die statistische
Unbestimmtheit infolge des mikroskopisch nur unvollständig bestimmten
Systemzustandes zu der in der Quantenmechanik allgemein vorhandenen, z. B.
durch die Heisenbergsche Unschärferelation beschriebenen Unbestimmtheit
hinzukommt. Der formale Aufbau der Quantenstatistik, insbesondere die
Verwendung von statistischen Gesamtheiten, und wesentliche Züge der
Gleichgewichtsstatistik, z. B. die Herleitung thermodynamischer Potentiale aus
Zustandssummen, können aus der klassischen Statistik übernommen werden.
An die Stelle der Verteilungsfunktion tritt in der
Quantenstatistik der Dichteoperator. Ein wesentlicher Unterschied zur
klassischen Statistik wird durch die quantenmechanische Nichtunterscheidbarkeit
der Teilchen bedingt. Diese wirkt sich so aus, dass quantenmechanische Zustände,
die sich nur durch Vertauschung gleichartiger Teilchen unterscheiden, für die
Quantenstatistik identisch sind und bei Abzählverfahren nicht doppelt gezählt
werden dürfen.
Meistens werden die Abweichungen zwischen Quantenstatistik und
klassischer Statistik erst unter speziellen Bedingungen, insbesondere bei
tiefen Temperaturen, z. B. bei der Gasentladung, wesentlich. An die Stelle der
klassischen Maxwell-Boltzmann-Statistik im Phasenraum treten zwei wesentlich
verschiedene Formen der Quantenstatistik, die Bose-Einstein-Statistik und die
Fermi-Dirac-Statistik. Der Unterschied ist eine Folge des Pauli-Prinzips,
demzufolge sich niemals zwei oder mehr Fermionen im gleichen Quantenzustand
befinden können.
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