Querruder
Ruder am Flugmodell für die Steuerung von Rollbewegungen (das Modell „rollt“) um die Längsachse. Damit das Modell gut auf das Q. reagiert, fliegt es mit verminderter VForm (0... 20) und demzufolge mit geringerer Querstabilität (Stabilität). Die Q. werden auf jeder Tragflügelseite entweder über die ganze Breite oder nur an den Tragflügelenden angebracht. Am Tragflügelende ist die Wirksamkeit des Q. am größten, so daß bei den meisten Flugmodellen eine relativ kleine Q. fläche am Tragflügelende ausreicht. Die beiden Q. flächen bewegen sich gegensinnig. Der Q. ausschlag bewirkt eine Profilveränderung, die bei der einen Tragflügelhälfte eine Auftriebserhöhung und bei der anderen eine Auftriebsminderung zur Folge hat. Dieser Auftriebsunterschied bewirkt das Rollen um die Längsachse. Da die Widerstandserhöhung durch das nach oben ausgelenkte Q. geringer ist als die Widerstandserhöhung durch das nach unten ausgelenkte Q., entsteht bei gleichen Ausschlägen das negative Wendemoment, eine Kraft, die das Modell um die Hochachse drehen will. Um das negative Wendemoment zu kompensieren, muß die Wirkung beider CLflächen annähernd gleich sein. Das erreicht man durch differenzierte Ruderanlenkung (Differentialsteuerung), indem das Q. nach oben einen größeren Ausschlag als nach unten ausführt.
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