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Schleifen

Fertigungstechn. (Fertigungstechnik) Bearbeitung mit in Schleifscheiben gebundenen, unregelmäßig angeordneten Schleifkörpern als Werkzeug. Der Werkzeugeingriff ist stetig. Seh. dient der Feinbearbeitung von Oberflächen. Schleifmaschinen sind Werkzeugm. , bei denen z. B. Flach-, Rund-, Gewinde- und Zahnradschleifm. unterschieden werden. Im Modellbau: spanabhebende Werkstoffbearbeitung der Oberfläche mit vielschneidigem Werkzeug und gebundenem Korn als Träger der geometrisch unbestimmten Schneiden. Im Modellbau werden vor allem Metall- und Holzflächen sowie beschichtete Flächen zur Formgebung u. /od. Glättung der Oberfläche geschliffen. Danach richtet sich Art und Größe des Schleifkorns sowie des Schleifwerkzeugs. Zur Anwendung kommen massive Schleifmittelträger in Form von Schleifscheiben, stiften oder steinen sowie flexible Schleifmittelträger in Form von Schleifpapier oder leinen (auch als Sand- oder Schmirgelpapier bezeichnet) zur manuellen und maschinellen Oberflächenbearbeitung (Tabelle). Durch Kleben von Schleifpapier oder leinen auf Träger erhält man handliche Schleifwerkzeuge. Der Schleifklotz besteht aus Lindenoder Pappelholz mit auf der Sohle aufgeklebtem Filz oder aus Kork als Träger für Schleifpapier oder leinen. Die Schleiffeile ist ein Balsabrett mit aufgeklebtem Schleif papier oder leinen. — Für das S. gelten folgende allgemeine Regeln: 1) Weicher Werkstoff — harter Schleifkörper. 2) Je glatter die Oberfläche werden soll, um so kleiner muß die Körnung des Schleifmittels sein. 3) Holz längs, beschichtetes Holz quer zur Faser schleifen. 4) Holz trocken, beschichtete Flächen und Metall möglichst naß schleifen, a) Trockenschleifen mit der Körnung 80 (grob), 100 (mittel) zum Werkstoff abtragen, 120 (fein) zum Glattschleifen, b) Naßschleifen mit der Körnung 320 (mittelfein) zum Glattschleifen, 400 (fein) zum Schleifen hochwertiger Lackierungen. Optik, Läppen, in der Optikanfertigung auch Fräsen genannte Bearbeitungsmethode von Glasoberflächen. Zum Schleifen von Glas werden Diamantwerkzeuge benutzt und zur Kühlung und Schmierung muss eine Schleifflüssigkeit zugefügt werden. Man unterscheidet das Vor-, Fein- und Feinstschleifen mit feinkörnigen Werkzeugen. Dem Feinstschleifen folgt das Polieren der optischen Bauelemente.

 

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