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Atom
Kleinstes Teilchen eines chemischen Elementes, das lange Zeit im Sinne des griechischen Wortstammes »Atomos« als unteilbar galt. Ein A. besteht aus einem Atomkern, zusammengesetzt aus positiv geladenen Protonen und elektrisch neutralen Neutronen, sowie einer aus Elektronen aufgebauten Atomhülle. Der Kern vereinigt nahezu die gesamte A. masse (99, 9%) auf sich. Durch Umlagerung der Elektronen mehrer gleicher oder verschiedener A. können sich Moleküle bilden; deren Struktur und die der Atomhülle bestimmen im wesentlichen die chemischen Eigenschaften eines Stoffes. Heute können weder die Atomkerne noch die Nukleonen (Protonen und Neutronen) mehr als elementar und unteilbar angesehen werden. Die Elementarteilchenphysik fand eine Vielzahl »subnuklearer Urbausteine«.
kleinster,
elektrisch neutraler Bestandteil eines chemischen Elements. Es besteht aus
einem positiv geladenen Atomkern (Kern) und den negativ geladenen Elektronen,
die die Elektronenhülle des Atoms bilden (Atomhülle). Die Stabilität und die
Struktur der Atome kann erst im Rahmen der Quantenmechanik verstanden werden
(Atomtheorie). Bei hinreichend grossen Abständen vom Atomkern kompensiert die
Gesamtladung der Elektronenhülle die positive Kernladung. Die Atomelektronen
können bei den meisten Atomen in guter Näherung in Rumpfelektronen und
Valenzelektronen eingeteilt werden (Pseudopotential), wobei letztere die
optischen und chemischen Eigenschaften der Atome bestimmen. Die Eigenschaften
der Atome sind allerdings nur zum Teil charakteristisch für das chemische und
physikalische Verhalten des entsprechenden chemischen Elements, da der
chemische Elementbegriff auf den Zustand und die Eigenschaften bei normalem
Druck und Raumtemperatur, nicht aber auf ein einzelnes Atom Bezug nimmt. Die
Zahl der Protonen wird als Kernladungs- oder Ordnungszahl bezeichnet und
definiert die verschiedenen Atomsorten. Bis Mitte 1996 wurden 112 Atomsorten
entdeckt oder künstlich erzeugt. Atome derselben Ordnungszahl mit unterschiedlicher
Neutronenzahl heissen Isotope. Die Summe der im Atomkern enthaltenen Protonen
und Neutronen ergibt die Massenzahl. Die Masse der Atome ist praktisch
vollständig im Atomkern vereinigt und reicht von ungefähr 10 - 27 bis über 10 - 25 kg (ca. 1 bis 300
amu). Der Durchmesser eines Atoms ist im Rahmen einer quantenmechanischen
Beschreibung der Atome keine wohldefinierte Grösse. Auf der Basis empirischer
Überlegungen können allerdings effektive Wechselwirkungsradien definiert werden
(Atomradius). Die auf diese Weise bestimmten Atomdurchmesser liegen zwischen 1
und 5 Å, während der Durchmesser des Kerns in der Grössenordnung von 10 - 4 Å liegt. Trotz dieser
geringen Grösse der Atome kann man mit den heutigen experimentellen Techniken
einzelne Atome sichtbar machen (Feldionenmikroskop, Rastertunnelmikroskop), mit
isolierten Atomen und Ionen experimentieren (Paul-Falle) und sogar einzelne
Atome auf Festkörperoberflächen gezielt verschieben. Die wichtigsten
experimentellen Techniken zur Untersuchung der Atomstruktur sind die
Atomspektroskopie und Streuexperimente mit Atomstrahlen. [MG1]
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