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Becquerel

(Bq) Radioaktivität 1) Alexandre Edmond, französischer Physiker, Sohn von A.C. Becquerel und Vater von A.H. Becquerel, *24.3.1820 Paris, †11.5.1891 Paris; untersuchte insbesondere die Einwirkungen des Lichtes auf Materie sowie auf elektrochemische Vorgänge und befasste sich auch mit Fluoreszenz und Phosphoreszenz, zu deren Nachweis (z.B. bei Sulfiden) er 1860 das Becquerel-Phosphoroskop konstruierte; erkannte 1873, dass der Phosphoreszenz-Effekt durch Infrarotstrahlung ausgelöscht werden kann. Nach ihm ist der photoelektrische Becquerel-Effekt benannt.

2) Antoine César, französischer Physiker, Vater von A.E. Becquerel, *17.3.1788 Châtillon-sur-Loing, †18.1.1878 Paris; bis 1815 Ingenieuroffizier; 1837 Professor am Musée d'Histoire Naturelle in Paris; 1839 Präsident der Académie des Sciences; verdient um die Entwicklung der Elektrochemie, insbesondere der Galvanoplastik; untersuchte die elektrolytische Leitfähigkeit und die Möglichkeiten galvanischer Stromerzeugung; entdeckte 1819 den piezoelektrischen Effekt; konstruierte 1826 das Differentialgalvanometer; erkannte bereits vor M. Faraday 1827 den Diamagnetismus bei Antimon und Wismut und fand 1839 den photovoltaischen Effekt.

3) Antoine Henri, französischer Physiker, Sohn von A.E. Becquerel, *15.12.1852 Paris, †25.8.1908 Le Croisic; Ausbildung zum Strassen- und Brückenbauingenieur; Professor am Musée d'Histoire Naturelle in Paris; 1895 Professor für Physik an der École Polytechnique; ab 1889 Mitglied, seit 1908 Präsident der Académie des Sciences; fand 1876 die Magnetorotation der Polarisationsebene des Lichtes in Gasen und untersuchte die Lichtabsorption in Kristallen; wies 1879 das grössere magnetische Moment von Ozon gegenüber Sauerstoff nach; entdeckte 1883 unter Anwendung des von seinem Vater 1873 nachgewiesenen Effekts die Spektralbanden der Infrarotstrahlung im Sonnenspektrum; untersuchte ab 1891 die Phosphoreszenzspektren von erhitzten Mineralen und entdeckte 1896 durch Phosphoreszenzuntersuchungen an Uranmineralen eine bis dahin unbekannte (radioaktive) Strahlung des Urans und 1899 auf photographischem Wege die magnetische Ablenkbarkeit der Betastrahlen; erhielt für die Entdeckung der spontanen Radioaktivität 1903 zusammen mit dem Ehepaar Curie den Nobelpreis für Physik; nach ihm benannt sind die Becquerel-Strahlen (nicht mehr übliche Bezeichnung für die Gesamtheit der natürlichen Strahlung eines radioaktiven Elements) und die Einheit Becquerel der Aktivität radioaktiver Substanzen. [RS]

Becquerel

Becquerel, Antoine Henri

(nach A.H. Becquerel), Einheitenzeichen Bq, abgeleitete SI-Einheit der Aktivität einer radioaktiven Substanz. Der Zahlenwert der Aktivität in Becquerel gibt den Erwartungswert dN der Anzahl von Kernumwandlungen in einer Substanz pro Zeiteinheit dt an: 1 Bq = 1 s-1.

 

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