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Hertzsche Versuche

von Heinrich Hertz in den Jahren 1885 bis 1889 an der TH Karlsruche vorgenommene Versuche zum Nachweis und  zur Untersuchung elektromagnetischer Wellen im freien Raum, deren Existenz James Maxwell schon 1870 vorausgesagt hatte. Hertz verwendete als Schwingungserzeuger einen linearen Oszillator (Hertzscher Dipol), der durch einen Funkeninduktor zum Schwingen angeregt wurde. Zum Nachweis der Wellen bediente er sich eines von ihm Resonator genannten Drahtringes mit einer kleinen Öffnung als Funkenstrecke. Bei hinreichender Feldstärke konnte dort eine Funkenentladung beobachtet werden. Versuche zu Beugung, Reflexion und Polarisation belegten den Wellencharakter der elektromagnetischen Strahlung und ihre quasioptische Ausbreitung. Über die Bestimmung der Wellenlänge bei bekannter Frequenz konnte Hertz zeigen, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit der elektromagnetischen Wellen gleich der Lichtgeschwindigkeit ist.

Die Hertzschen Versuche waren reine Grundlagenforschung zur Lösung des Streites um die Nah- oder Fernwirkungstheorie, schnell zeigte sich aber ihre Praxisrelevanz als Grundlage für die stürmisch einsetzende Entwicklung der Funktechnik.

 

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