|
Kommutator
Kollektor
QuantenmechanikMathematische
Methoden und Computereinsatz, 1) Elektrotechnik: Stromwender,
Elektromotor.
2) Mathematik: Operator, der aus der Vertauschung des
Produktes zweier Operatoren P1 und P2
hervorgeht. Der Kommutator ist definiert als
Als Beispiel aus der Quantenmechanik seien der Orts- und
Impulsoperator und deren Vertauschungsrelation genannt. Aus der Definition des
Kommutators lassen sich eine Vielzahl nützlicher Identitäten ableiten:





sowie die Jacobi-Identität. Schliesslich gilt das
Distributivgesetz

In der klassischen Mechanik sind für zwei beliebige skalare
Funktionen f und g der
Koordinaten q und Impulse p
sind die Poissonschen Klammern

als spezieller Kommutator definiert. Für sie gelten ebenfalls
die obigen Kommutatorbeziehungen.
Schliesslich lässt sich neben dem Kommutator für zwei Operatoren
P1 und P2 der Antikommutator
definieren.
3) Quantenmechanik: Bezeichnung für die Differenz AB - BA der Produkte AB und BA zweier im
allgemeinen nicht vertauschbaren Grössen (d.h. AB ¹ BA) in der Quantentheorie, wie sie z.B. eine Matrix oder
ein Differentialoperator darstellen. Diese Abbildung wird abgekürzt mit der
Schreibweise [A,B] und
die Kommutatorrelation lautet dann: [A,B] = AB - BA. In der Wellenmechanik werden der Teilchenort durch
den Operator x und der Teilchenimpuls durch den
Operator dargestellt. Der Kommutator der beiden
Operatoren x und p, ,
charakterisiert das Problem der Reihenfolge der Operatoren im Operatorprodukt
und zugleich den engen Zusammenhang der Quantenmechanik mit dem Planckschen
Wirkungsquantum . Bekannte
Beispiele nicht-kommutierender Matrizen sind die Dirac-Matrizen. Neben dem
Kommutator kennt die Quantentheorie auch einen Antikommutator {A,B} = AB
+ BA. Bei ihm ist im Gegensatz zum Kommutator das
Problem derReihenfolge der Operatoren im Operatorenprodukt irrelevant. Er
spielt eine grosse Rolle in der Dirac-Theorie (Dirac-Gleichung).
<< vorhergehender Begriff |
|
nächster Begriff >> |
|
|
|
Diese Seite als Bookmark speichern :
|