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optisch aktive Kristalle

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Hermann Loring

Festkörperphysik, Kristalle mit der Fähigkeit, die Schwingungsebene von linear polarisiertem Licht beim Durchgang durch den Kristall zu drehen. Die Ursache dieses optischen Drehvermögens beruht bei festen Stoffen in einer schraubenförmigen Kristallstruktur, bei Flüssigkeiten, wie den Flüssigkristallen, in einer Schraubenstruktur der Moleküle selbst.

Das Drehvermögen ist von der Dicke der durchlaufenen Schicht, der Wellenlänge des Lichtes und der Temperatur abhängig.

Grundsätzlich sind linksdrehende und rechtsdrehende Kristalle zu unterscheiden. Rechtsdrehend sind Kristalle, bei denen die Polarisationsrichtung (Polarisation) für einen dem Strahl entgegenblickenden Beobachter im Uhrzeigersinn gedreht wird. Die Drehung der Schwingungsebene wird durch zwei gekreuzte Polfilter bestimmt, zwischen denen sich der optisch aktive Kristall befindet.

Optisch nicht aktive Kristalle können durch Anlegen eines äusseren Magnetfeldes optisch aktiv werden (magnetooptischer Kerr-Effekt, Faraday-Effekt).

Optisch aktive Kristalle werden u.a. als Kompensatoren in der Optik eingesetzt.

optisch aktive Kristalle

optisch aktive Kristalle: a) Messanordnung zur Bestimmung des Drehvermögens optisch aktiver Substanzen; b) Stellung der Durchlassrichtung Epdes Polarisators zur Durchlassrichtung EA des Analysators bei Dunkelheit hinter dem Analysator.

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