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Polarisator

Schwingungen und Wellen, Vorrichtung zur Erzeugung von linear polarisiertem Licht aus natürlichem oder zirkular bzw. elliptisch polarisiertem (Polarisation). Die Polarisierung des Lichts kann auf verschiedene Arten erfolgen:

a) durch Reflexion: Unter dem Brewster-Winkel (Polarisationswinkel) wird unpolarisiertes Licht vollständig polarisiert (Brewstersches Gesetz).

b) durch Brechung: Nicht nur der reflektierte, sondern auch der transmittierte Strahl wird teilweise polarisiert (bei Einfall des Lichts unter dem Brewster-Winkel zu etwa 7 %). Dieser Polarisationsgrad kann durch Mehrfachbrechung vergrössert werden.

c) durch Doppelbrechung: Ein unpolarisierter Lichtstrahl wird in einem optisch einachsigen Kristall (z.B. Kalkspat), ausser bei Ausbreitung entlang der optischen Achse, in zwei zueinander senkrecht polarisierte Strahlen aufgespalten. Diese Methode kommt in den meisten kommerziell erhältlichen Polarisatoren zum Einsatz (Nicolsches Prisma, Glan-Thompson-Prisma).

d) durch Dichroismus: Gewisse doppelbrechende Materialien (z.B. Turmalin) absorbieren bevorzugt Licht, das in einer bestimmten Richtung polarisiert ist - der transmittierte Strahl ist daher fast vollständig polarisiert. Die meisten grossflächigen Polarisationsfilter basieren auf diesem Prinzip.

e) durch Streuung: Licht, das an Teilchen, die klein im Vergleich zur Wellenlänge des Lichts sind, gestreut wird, ist in Richtungen senkrecht zum einfallenden Strahl nahezu vollständig linear polarisiert (Rayleigh-Streuung). So ist z.B. auch das Licht des wolkenlosen Himmels unter einem Winkel von 90 ° zur Sonne sehr stark polarisiert.

 

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