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Viskosität
Maß für die Zähflüssigkeit oder Zähigkeit eines fließfähigen Stoffes, das von seiner »inneren Reibung« abhängt. Mit steigender Temperatur sinkt die V.
In der Fahrzeugtechnik:
Zähflüssigkeit, hervorgerufen durch die innere Reibung zwischen den Molekülen.
Messung erfolgt mit Auslaufviskosimeter (Engler, Saybold, Redwood), Kappilarvis-kosimeter (Vogel-Ossag, Obbelohde), Ku-gelfallviskosimeter (Höppler) und Rota-tionsviskosimeter (Patat, Schwaiger). Die Auslaufviskosimeter nach Engler, Saybold und Redwood liefern empirische Viskositätswerte (Englergrade, Saybold- und Redwoodsekunden). Als Viskositätsmaß gilt hier die Auslaufzeit bestimmter Flüssig-keits- oder Gasvolumina bei definierten Temperaturen, bzw. das Verhältnis der Auslaufzeit eines Volumens Prüfmedium zur Auslaufzeit des gleichen Volumens dest. Wasser (Englergrade). Physikalisch exakteGrößenarten der V. sind die dynamische V. und die kinematische V. Die dynamische V. wurde bisher in Poise (P) oder Zentipoise (cP) angegeben.
Die kinematische V. als Quotient aus der dynamischen V. und der Dichte wurde bisher in Stokes (St) oder Zentistokes (cSt) angegeben. Die gesetzliche SI-Einheit ist m2/s.
Strömungsmechanik, Zähigkeit,
Eigenschaft von Flüssigkeiten, die ihren Widerstand gegen Schubspannung
beschreibt (siehe Abb.). Hierbei wird der Begriff Scherviskosität in Abgrenzung
zur Volumenviskosität, die z.B. durch gleichmässigen Druck auf eine Flüssigkeit
entsteht, benutzt. Besonders zähe Flüssigkeiten sind z.B. Honig, Glyzerin oder
dicke Öle. Man unterscheidet dynamische und kinematische Viskosität. Die
dynamische Viskosität m ist als Verhältnis von Schubspannung und
Geschwindigkeitsgradient senkrecht zur Strömungsrichtung definiert (Newtonsches
Reibungsgesetz). Die kinematische Viskosität n ergibt sich aus der
dynamischen Viskosität durch mit der Dichte r. Der Kehrwert von n
wird als Fluidität bezeichnet. Einige Viskositätswerte sind in der Tab. für
eine Temperatur von 20°C zu finden. Bei inkompressiblen Flüssigkeiten ist die
dynamische Viskosität stark antikorreliert mit der Temperatur. Für viele
Flüssigkeiten gilt in guter Näherung (b ist eine
Konstante). Bei kompressiblen Substanzen ist die kinematische Viskosität
positiv korreliert (bei idealen Gasen proportional) mit der Temperatur und
nahezu unabhängig vom Druck. Viskositäten können mit Viskosimetern gemessen
werden. Diese stellen in der Regel Versuchsaufbauten dar, für die die Lösungen
der Navier-Stokes-Gleichungen im Prinzip bekannt und die Viskosität durch
Parameteranpassung gefunden wird.
Viskosität: Werte für verschiedene Stoffe bei
20 °C.
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Substanz
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m [g / (cm s)]
|
n [cm2 / s]
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Wasser
|
0,01
|
0,01
|
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Luft
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1,8 × 10-4
|
0,15
|
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Alkohol
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0,018
|
0,022
|
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Glyzerin
|
8,5
|
6,8
|
|
Quecksilber
|
0,015 6
|
0,001 2
|

Viskosität: Zähigkeit einer Flüssigkeit, dargestellt durch ein
einfaches Modell aus übereinanderliegenden Platten der Fläche A. Die Kraft, die man benötigt, um die oberste Platte mit
konstanter Geschwindigkeit v gegen die unterste
Platte zu verschieben, ist proportional zur Geschwindigkeit v und zur Fläche A und
umgekehrt proportional zum Abstand z der beiden
Schichten. Der Proportionalitätsfaktor ist die Viskosität.
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