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Servo

im Modellbau international gebräuchliche Abkürzung für Servomaschine (Hilfsmaschine). Das S. gehört zu den Aufschalteinrichtungen und hat als Hilfsantrieb im Modell die Aufgabe, den Kommandoimpuls proportional in mechanische Arbeit (Stellkraft x Stellweg) umzuwandeln. Zu diesem Zweck enthält das S. folgende Funktionsgruppen: derServoverstärker, Servomotor. Dieser erzeugt die mechanische Kraft, die, mit dem Servogetriebe untersetzt, die Stellkraft ergibt. Das Servopotentiometer liefert für den als Regelverstärker arbeitenden S. verstärker den Istwert, der von diesem mit dem Sollwert des Kanalimpulses verglichen wird. Tritt entsprechend einem Steuerkommando in Form einer Impulslängenänderung eine Abweichung ein, so läuft der S. motor und verstellt über das S. getriebe das S. potentiometer, bis Soll- und Istwert wieder übereinstimmen. Damit ist die S. stellung genau der Steuerknüppelstellung am Sender proportional. Je nach Anwendungsbereich sind Stellweg (maximaler Ausschlag des Steuerschiebers oder der Steuerscheibe), Stellkraft (maximale Kraft bei Anlauf) und Stellzeit (Zeit für vollen Stellweg) verschieden. Damit das S. keine Regelschwingungen ausführt, ist eine Dämpfung und ein Totbereich erforderlich, um den sich die Kommandoimpulslänge ändern kann, ohne daß das S. anläuft. Totbereich, Präzision von S. verstärker, S. getriebe und S. potentiometer bestimmen den kleinstmöglichen, als Auflösung bezeichneten Stellweg. S. mit vollintegrierten S. verstärkern erreichen eine Auflösung von < %. Je nach Anwendung und geforderter Stellkraft, zeit und weg werden die S. in unterschiedlicher Größe und Form gebaut. Das Kleinservo ist für kleine und leichte Modelle, das Standardservo für universelle Anwendung gedacht Eine weitere Unterscheidung der S. ergibt sich aus dem Kraftbetrieb. Das Drehservo arbeitet mit Steuersegment, Steuerscheibe oder Steuerhebel, während das Linearservo einen Steuerschieber bewegt. Im Bild erkennt man, daß auch die Befestigung der S. unterschiedlich gelöst ist Für Sonderanwendungen wurden SpezialServos entwickelt, z. B. für Einziehfahrwerke (hoch untersetztS.) oder für Auto- und Schiffsmodelle (wasserdichte S.). In Aufbau und Funktion unterscheiden sie sich nicht von den beschriebenen Typen. Auf der Grundlage der proportional stellenden S. wurden auch nichtproportional stellende S., die sogenannten Schaltservos, entwickelt. Das SchaltS. läuft bzw. stellt so lange wie das Kommando gegeben wird und bleibt in der jeweils erreichten Stellung stehen. — Aus der Literatur ist die Bezeichnung Rudermaschine für das S. bekannt. Sie ist nicht ganz zutreffend, denn das S. stellt nicht nur Ruder, sondern auch Klappen, das Einziehfahrwerk, den Gashebel am Motor, den Fahrtregler, die Lenkung am Automodell u. a. m.

 

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