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Weber

Voltsekunde, Einheitenzeichen Wb bzw. Vs, nach W.E. Weber benannte abgeleitete SI-Einheit für den magnetischen Fluss; ausgedrückt in SI-Basiseinheiten: 1 Wb = 1 m2 kg s-2 A-1. 1 Weber ist gleich dem magnetischen Fluss, bei dessen gleichmässiger Abnahme während der Zeit 1 s auf null in einer ihn umschlingenden Windung die elektrische Spannung 1 V induziert wird.

Biographien,

1) Ernst Heinrich, deutscher Anatom und Physiologe, Bruder von W.E. Weber, *24.6.1795 Wittenberg, †26.1.1878 Leipzig; 1818-71 Professor in Leipzig; Mitbegründer der Psychophysik und der modernen Sinnesphysiologie; arbeitete auf nahezu allen Gebieten der Physiologie, insbesondere über Tast- und Gehörsinn sowie das Nervensystem; formulierte 1834 das psychophysiologische Webersche Gesetz, das 1860 von G.T. Fechner zum Weber-Fechnerschen Gesetz (psychophysisches Grundgesetz) erweitert wurde; entdeckte die der Schallweiterleitung dienenden Weberschen Knöchelchen; war auch anatomisch tätig (unter anderem Arbeiten über Drüsen und Geschlechtsorgane). Nach ihm benannt ist auch der zur Hörprüfung dienende Webersche Versuch.

2) Wilhelm Eduard, deutscher Physiker, Bruder von E.H. Weber, *24.10.1804 Wittenberg, †23.6.1891 Göttingen; 1829-31 Professor in Halle, 1831-37 in Göttingen, 1837 seines Amtes enthoben (einer der »Göttinger Sieben«), 1843 in Leipzig, ab 1849 wieder in Göttingen; 1855-68 als Nachfolger von C.F. Gauss Leiter der Göttinger Sternwarte; führte mit Gauss in Göttingen erdmagnetische Messungen durch und erfand den Erdinduktor (1837) und das Elektrodynamometer (1840); beide Forscher bauten 1833 den ersten elektromagnetischen Telegraphen; entdeckte die elastische Nachwirkung und stellte, an Arbeiten von Gauss anknüpfend, das absolute elektrische Masssystem auf; legte als Begründer der elektrischen Präzisionsmessung die Einheiten von Spannung, Strom und Widerstand fest und entdeckte 1856 (mit R.A.H. Kohlrausch), dass das Verhältnis von elektromagnetischer zu elektrostatischer Stromstärkeeinheit gleich der Lichtgeschwindigkeit im Vakuum ist; besass bereits eine atomistische Vorstellung von der Elektrizität. Nach ihm ist die Einheit des magnetischen Flusses (Weber) benannt.

Weber

Weber, Wilhelm Eduard

 

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Weber Wolfgang

 

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