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Film

Die Erfindung einer Emulsion auf Bromsilber-Gelatine-Basis um 1871 (durch den englischen Arzt R. L. Mad-dox), welche die Kollodiumplatte ablöste, die in »nassem Zustand« belichtet werden mußte (Kollodium-Verfahren), brachte zwei Vorteile: Sie behielt auch im Trockenzustand ihre Empfindlichkeit, und sie war elastisch. Letzteres war Voraussetzung für die Erfindung des Rollfilms. Nach langen Versuchen gelang es dem Amerikaner George Eastman (18J4-1932) eine Maschine zu konstruieren, mit der die »biegsame Emulsion« zunächst auf Papier aufgetragen werden konnte. Die lichtempfindliche Schicht wurde nach der Belichtung und Entwicklung wieder vom Papier abgezogen, und übrig blieb der transparente, kopierfähige Film. 1888 brachte George Eastman diesen Film samt einer speziell dafür geeigneten Kamera (erste Kodak-Rollfilmkamera) auf den Markt und leitete damit eine neue Epoche der Fotografie ein. Prinzipiell hat sich bis heute an diesem Rollfilm nichts geändert, wenn man davon absieht, daß das Trägerpapier bereits 1889 durch Nitro-Zellu-lose und 1930 durch Zellulose-Azetat-Träger ersetzt und die Emulsionen immer dünner und leistungsfähiger wurden. Während die damalige Schicht ca. 0,3 mm dick war, beträgt die Schichtdicke einer modernen Farbemulsion, die aus bis zu 15 Einzelschichten besteht, lediglich ca. 0,02 mm.

 

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