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Wärme
Energieform, die als Energie sich ungeordnet bewegender Moleküle aufgefaßt wird. Die Wärmeentwicklung bei der Verbrennung von Stoffen stellte vor Beginn der industriellen Entwicklung und der frühen chemischen Forschung ein zentrales Thema dar. Die Thermodynamik beschreibt die mit Wärmewandlungen verbundene Vorgänge und Wirkungen und liefert die theoretischen Grundlagen zum Verständnis und zur Konstruktion von»Wärmekraftmaschinen, wie Verbrennungsmotoren (Verbrennungskraftmaschine), Gasturbinen und Dampfturbinen (Turbine). Als spezifische Wärme(kapazität) wird diejenige Wärmemenge bezeichnet, die benötigt wird, um die Temperatur von 1 Gramm eines beliebigen, einheitlichen Stoffes um 1 Kelvin zu erhöhen. Die spezifische Wärme ändert sich, vor allem bei Gasen, mit deren Druck und Volumen. Es wird unterschieden zwischen der spezifischen Wärme bei konstantem Druck (cp) und der bei konstantem Volumen (Cv).
Thermodynamik und statistische Physik,
Wärmeenergie, eine Form der inneren Energie, die nicht auf der Verrichtung von
Arbeit oder der Änderung der Stoffmenge beruht. Sie ist quantitativ äquivalent
zu den anderen Energieformen. Die Wärmeenergie von Materie besteht aus der
Bewegungsenergie ihrer Atome und Moleküle. In einem einatomigen (idealen) Gas
beispielsweise ist dies die translatorische kinetische Energie der Atome, in
einem zweiatomigen Gas kommt hierzu noch die Rotationsenergie der
Drehfreiheitsgrade des Hantelmoleküls. In einem festen Kristall ist es die
Vibrationsenergie der Atome um ihre Gleichgewichtslagen im Gitter, also die
Schwingungsenergie der Gitterschwingungen (Phononen). In einem Kunststoff,
bestehend aus vernetzten Polymer-Molekülen, muss auch noch die Energie der
zwischen den Vernetzungspunkten schwingenden Molekülketten berücksichtigt
werden. Thermische Energie kann aber noch in weiteren mikroskopischen Freiheitsgraden
von Materie gespeichert sein, so z.B. in elektronisch angeregten Zuständen der
Atome oder auch in magnetisch angeregten Zuständen. Am absoluten Nullpunkt der
Temperatur (0 K oder -273,16 °C) verschwindet die thermische Energie
vollständig, jedoch bleibt nach der Quantenmechanik eine (kleine)
Bewegungsenergie (die Nullpunktsenergie) bestehen.
Die energetische Äquivalenz von Wärme und Arbeit wurde
erstmals von R. Meyer gezeigt und findet in der Formulierung des ersten
Hauptsatzes der Thermodynamik durch Helmholtz ihre Widerspiegelung. Dass die
Umformung dieser in andere Energieformen i.a. nicht verlustfrei erfolgt, kommt
hingegen im zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zum Ausdruck. Die bei
verschiedenen thermodynamischen Prozessen ausgetauschte Wärme wird mitunter
durch spezielle Begriffe belegt, z.B. Umwandlungswärme, Reaktionswärme,
Joulesche Wärme u.a.
Die reduzierte Wärme (Wärmegewicht) ist der Quotienten aus
Wärme und absoluter Temperatur Q / T. Die reduzierte Wärme ist bei der Betrachtung des
Carnotschen Kreisprozesses von Bedeutung und Grundlage der Definition der
Entropie.
Der zeitliche Austausch von Wärme zwischen Teilsystemen mit
unterschiedlichen Temperaturen erfolgt durch Wärmeleitung oder Wärmestrahlung.
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