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Glühlampe

Elektrische Lampe, deren Strahlung durch einen hocherhitzten Glühdraht erzeugt wird. Der zu einer ein- und mehrfachen Wendel gewickelte Glühdraht (meist aus Wolfram, für Spezialzwecke auch aus Graphit) ist zwischen zwei Stromzuführungselektroden gehalten, gegebenenfalls durch Halterungen gestützt, in einem Glas- oder Quarzkolben untergebracht (Allgebrauchslampe, Halogenglühlampe). G. werden mit verschiedenen Kolbenformen (Kugel, Birne, Pilz, Rohr) im Leistungsbereich von 0,1 W bis 20 000 W sowie für Spannungen von etwa 1 V bis 220 V (in Ausnahmefällen auch höher) hergestellt. elektrische Lampe, bei der feste Stoffe durch Stromwärme, d.h. infolge Widerstandserwärmung, unmittelbar oder mittelbar so hoch erhitzt werden (2100-2600 °C), dass sie Lichtstrahlung aussenden. 1854 erfand H. Goebel die Glühlampe, und 1879 entwickelte Edison die Kohlenfadenlampe. 1910 gelang es, unlegiertes Wolfram herzustellen, damit war der Grundstein zur heutigen Technologie gelegt. Um die rasche Verdampfung oder Oxidation der Festkörper zu verhindern, befinden sich diese als Draht oder Band in einem evakuierten Glasgefäss, das zur Erzielung höherer Lichtstöme auch mit einer indifferenten Gasatmosphäre (Argon, Krypton) gefüllt sein kann. Glühlampen sind ohmsche Widerstände und können an Wechsel- oder Gleichstromspannung ohne Vorschaltgerät angeschlossen werden. Wolframlampen stellen die weitverbreitesten Glühlampen dar und zeigen als Temperaturstrahler ein kontinuierliches Spektrum, dessen Hauptanteil im Infraroten liegt. Das Verhältnis der sichtbaren zur Gesamtstrahlung erreicht bei 6500 K sein Maximum mit 40 %. Berücksichtigt man die spektrale Empfindlichkeit, so erreicht man einen visuellen Wirkungsgrad von 14 % im sichtbaren Bereich. Bei Wolfram erhält man bei 3000 K einen visuellen Wirkungsgrad von 4,4 %. Wegen ihrer guten Farbwiedergabe, der günstigen geometrischen Form, der hohen Leuchtdichte und sofortigen Betriebsbereitschaft findet die Glühlampe trotz ihres schlechten Wirkungsgrades häufige Verwendung. Die Leuchtdichte bei Klarglaskolben liegt zwischen 250 und 1800 cd / cm2. Die hohen Leuchtdichten können durch Einsatz von Opalglaskolben herabgesetzt werden.

 

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