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Elektronenröhre
Gasdicht verschlossenes Glas- oder Metallgefäß, in dem in Vakuum oder Gas Elektronen für eine Stromleitung sorgen. Sie enthalten wenigstens zwei Elektroden. Eine, die Kathode, wird durch einen Heizfaden zum Glühen gebracht und sendet dadurch Elektronen aus, die von einer Anode eingefangen werden. Eine E. mit nur einem Elektrodenpaar nennt man Diode. E. sind weitgehend durch Halbleiterbauelemente (Bauelemente) abgelöst worden.
Elektrodynamik und
Elektrotechnik, Vakuumröhre, ein trägheitsloses elektrisches Steuer- und
Verstärkungsgerät für Gleich- und Wechselströme, das die verschiedenartig
beeinflussbare Elektronenbewegung im Vakuum ausnutzt. Die Elektronenröhre war
lange Zeit das wichtigste Gerät in der Elektrotechnik, bevor viele Funktionen
von hochminiaturisierten Halbleiterbauteilen übernommen wurden. Der
grundsätzliche Aufbau aller Elektronenröhen besteht aus einem evakuierten Glas-
oder Stahlgefäss (ca. 10-5
Pa), in das mindestens zwei Elektroden eingeschmolzen sind. Die Kathode dient
dabei als Elektronenquelle, sie ist fast immer ein mit einer Heizspannung
geheizter Glühdraht, z.B. aus Wolfram, aus dem die Elektronen durch
Glühemission freigesetzt werden. Die Elektronen werden durch eine positive
Anodenspannung UA zur Anode hin beschleunigt, die die Kathode
meistens zylinderförmig umschliesst. Die Abhängigkeit des Anodenstroms IA
von der Anodenspannung wird durch die Strom-Spannungs-Kennlinie beschrieben.
Die einfachste Röhre nur mit Kathode und Anode ist die Vakuumdiode. Die Triode
besitzt eine zusätzliche Gitterelektrode (Steuerelektrode). Mehrgitterröhren
besitzen zusätzliche Steuer-, Schirm- oder Bremselektroden zur Erzeugung
verbesserter bzw. spezieller Kennlinien, je nach Anzahl der Elektroden spricht
man von Tetroden, Pentoden, Hexoden, Heptoden und Oktoden.
Die wichtigsten Aufgaben von Elektronenröhren waren lange Zeit
Gleichrichtung, Demodulation (Vakuumdiode) und Verstärkung (Triode)
elektrischer Schwingungen, diese werden heute überwiegend von
Halbleiterbauteilen (Halbleiterdiode, Transistor) übernommen, ebenso Aufgaben
in der Schalt- und Regelungstechnik sowie der Nachrichtentechnik. Zur Erzeugung
hochfrequenter elektrischer Schwingungen werden Röhren dagegen vielfach auch
weiter verwendet (Röhrengeneratoren, Mikrowellenröhren, Klystron, Magnetron).
Röhren mit Heizspannungen im kV-Bereich sind eine weitverbreitete Quelle von
Röntgenstrahlen (Röntgenröhre). Auch in der Messtechnik finden Elektronenröhren
noch Verwendung.
Röhren, bei denen die Elektronen in einem scharf gebündelten
Strahl zur Bildgebung verwendet werden, heissen Elektronenstrahl- oder
Kathodenstrahlröhren (Oszillograph, Fernsehen).
Elektronenröhre: Grundlegende Entdeckungen zur
Elektronenröhre.
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1869
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Hittorf
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magnet. Ablenkbarkeit von Elektronen-Kathodenstrahlen
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1880/83
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Edison
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Glühemission
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1884
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Edison
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Patent auf Diode als Spannungsgleichrichter
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1882
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Goldstein
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Kathodenstrahlen
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1892
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Lenard
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Steuerbarkeit des Elektronenstroms
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1901
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Richardson
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theoret. Untersuchungen der Glühemission
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1903
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Brown
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Maschengitter zur Steuerung der Anfangsgeschw. der
Elektronen
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1904
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Fleming
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Patent auf Diode bzw. Zweipolröhre
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1904
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Wehnelt
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Patent auf Ventilwirkung
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1906
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von Lieben
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Patent auf Kathodenstrahl-Relais
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1906/07
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de Forest
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Patent auf Audion-Triode
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1910
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Lieben, Reiss, Strauss
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Dichtegesteuerte Verstärkerröhre
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1913
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Langmuir
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Raumladungsgitter, Doppelgitterröhre, Patent auf
hochevakuierte Röhren
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1915
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Schottky
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Schirmgitter-Tetrode
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1919
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Barkhausen, Schottky
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Röhrengleichung Röhrentheorie
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1923
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Loewe
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Mehrfachröhre
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1926
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Jobst, Tellegen
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Bremsgitter-Pentode
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Raster style='margin-top:0cm;margin-right:0cm;margin-bottom:9.0pt;
margin-left:0cm;background:silver;mso-shading:windowtext;mso-pattern:solid silver'>Aus
dem Vorwort eines Buches zur Elektrotechnik von Barkhausen aus den fünfziger
Jahren:
Die Entwicklungsjahre, die Sturm- und Drang-Periode der Elektronenröhren, in
der fast jeder Tag interessante Entdeckungen, geistreiche Erfindungen oder neue
technische Anwendungen brachte, ist vorüber. Die eigentliche Entwicklung der
Elektronenröhre ist abgeschlossen.
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