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Induktion
hier: elektromagnetische (Elektromagnetismus) I. Das Induktionsgesetz, 1831 von Michael Faraday entdeckt, lautet: Liegt eine Leiterschleife in einem magnetischen Feld und damit in einem »magnetischen Fluß«, so erzeugt jede zeitliche Änderung der magnetischen Flußdichte im Leiter eine »induzierte« elektrische Spannung (Prinzip des Transformators). Das geschieht auch durch Bewegen der Leiterschleife in einem ruhenden Magnetfeld (Prinzip des elektrischen Generators). Die I. ist eine Folge der Wechselwirkungen zwischen elektrischen und magnetischen Feldern. Ein zeitlich veränderliches Magnetfeld ist ringförmig von elektrischen, ein elektrisches Feld von magnetischen Feldlinien umgeben.
Elektrodynamik und
Elektrotechnik, 1) elektromagnetische Induktion: in der klassischen
Elektrodynamik die Erzeugung von elektrischen Feldern mit geschlossenen
Feldlinien durch zeitlich veränderliche Magnetfelder; dabei umkreisen die
elektrischen Feldlinien die Magnetfeldlinien. Die elektromagnetische Induktion
wurde nach Vorarbeiten verschiedener Physiker während der 20er Jahre des
19.Jahrhundert von M. Faraday am 29.8.1831 mit einer Anordnung entdeckt, die
einem heutigen Transformator ähnelt. Formal wird die Erscheinung durch das
Faradaysche Induktionsgesetz beschrieben. Induzierter Strom und Spannung sind
unabhängig von der Art, in der sich der Magnetfluss ändert (siehe Abb.). Die
Drehung einer Leiterschleife in einem Magnetfeld erzeugt beispielsweise ebenso
eine Induktion wie die Änderung der Schleifenfläche. Ein durch einen bewegten
Magneten in einem Leiter induzierter Strom erzeugt seinerseits wieder ein
Magnetfeld. Für die Richtung von induziertem Strom und Magnetfeldern stellte H.
Lenz 1855 die sog. Lenzsche Regel auf: der induzierte Strom ist immer so
gerichtet, dass das von ihm hervorgerufene Magnetfeld der Induktionsursache
entgegenwirkt. Der Lenzschen Regel liegt der Energiesatz zugrunde.
Wird eine Metallscheibe durch ein Magnetfeld bewegt (z.B.
Schwingung durch die Polschuhe eines Elektromagneten, Waltenhofen-Pendel), so
werden in der Scheibe Wirbelströme induziert, die u.a. zur Dämpfung von
unerwünschten Schwingungen, als Wirbelstrombremse oder zur Erzeugung kuppelnder
Drehmomente genutzt werden. Die durch Wirbelströme bei Transformatoren oder
Motoren verursachten Energieverluste (Wirbelstromverluste) sind reine
Wärmeverluste (Joulesche Wärme, induktive Erwärmung).
Der von einem zeitlich veränderlichen Strom in einem Leiter
erzeugte, ebenfalls zeitlich veränderliche Magnetfluss induziert sowohl in dem
Leiter selbst (Selbstinduktion) als auch in anderen Leitern (gegenseitige
Induktion) elektrische Spannungen. Die Selbstinduktivität L
eines Leiters vermittelt dann den Zusammenhang F = LI zwischen Strom und magnetischem Fluss, für die
induzierte Spannung gilt dann Uind = - LdI / dt.
Entsprechende Beziehungen gelten für die wechselseitigen Induktivitäten bzw.
Gegeninduktionskoeffizienten L12 und L21
zwischen zwei Leitern 1, 2. Aufgrund der Selbstinduktion eines Leiters baut
sich der elektrische Strom in realen Leitern mit einer gewissen zeitlichen
Verzögerung auf (Einschaltvorgang).
2) unipolare Induktion: Unipolarinduktion.
3) magnetische Induktion: magnetische Flussdichte.
4) elektrostatische Induktion, elektrische Induktion:
selten gebrauchte, auf M. Faraday zurückgehende Bezeichnung für Influenz oder
elektrische Erregung.






Induktion: a) Wird ein Stabmagnet in eine Leiterschleife
bewegt, zeigt das Messgerät einen Spannungsstoss an; b) bei zwei Windungen
ensteht eine doppelt so grosse Spannung. Weiterhin wird ein Spannungsstoss
induziert durch c) eine in die Schleife bewegte stromdurchflossene Spule, d)
Schliessen des Stromkreises einer unbewegten Spule innerhalb der Schleife, e)
Drehen der Schleife im zeitlich und räumlich konstanten Magnetfeld und f)
Ändern der von der Leiterschleife umschlossenen Fläche im konstanten
Magnetfeld.
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