Lidar
Abkürzung für Light Detection and Ranging. Bezeichnet wird damit ein aktives Fernmeßverfahren zur Sondierung der Atmosphäre. Ähnlich wie Radaranlagen (Radar) senden L. gerate kurze elektromagnetische (Elektromagnetismus) Pulse aus. Als Sender dienen leistungsstarke Festkörper- oder Gaslaser (Laser), deren Wellenlängen im sichtbaren und infraroten Spektralbereich (Spektrum) liegen. Ein Bruchteil dieser Strahlung wird von den Luftmolekülen (Molekül) und Aerosolteilchen (Aerosol) zum Sender zurückgestreut und mit einem Empfangssystem nachgewiesen. Die Entfernung zum streuenden Material wird aus der Zeitdifferenz zwischen dem Aussenden der Lichtimpulse und dem Eintreffen der reflektierten Signale bestimmt. Die rückgestreute Lichtintensität ist ein Maß sowohl für die Dichte und die optischen Eigenschaften des »detektierten« Mediums als auch für die optische Transmission (Durchlässigkeit) der Atmosphäre. Aus der Gesamtheit der Rückstreudaten läßt sich eine Vielzahl meteorologisch wichtiger Merkmale und Zustände ableiten.
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