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Welle
1. Runde, drehbar gelagerte Stange, über die Drehmomente übertragen werden. 2. Im Raum fortschreitende Störung, die als physikalische Größe erfaßbar ist. Schallwellen und elektromagnetische Wellen (Elektromagnetische Strahlung) sind Vertreter der hier gemeinten Wellen.
Im Modellbau:
Maschinenelement zur Übertragung von Drehmomenten vom Motor zum Getriebe u. /od. von dort zum Kraftabtrieb (Rad oder Schraube). Beim Modellantrieb unterscheidet man die starren W. (meist aus 2... 6 mm Rundstahl) und die flexiblen W. (aus 1... 1, 5 mm Federstahldraht). Je nach Aufgabenstellung sind die W. in Gleitlagern (selbstschmierende Sinterlager, Teflon, Messing o. a.) oder in Wälzlagern (Kugel, Rollenlager), die als Radial- oder Axiallager (Drucklager) ausgeführt sind, gelagert.
Schwingungen und Wellen, eine sich
räumlich ausbreitende Erregung, die Energie transportiert. Damit können Wellen
als Ausbreitung der Störungen von physikalischen Grössen, wie z.B. die
Auslenkung von Teilchen eines Mediums oder die Feldgrössen eines physikalischen
Feldes, aufgefasst werden. Die Störung kann dabei eine einmalige Erregung oder
auch ein periodischer Vorgang sein. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von Wellen
ist stets endlich.
Die Wellenausbreitung innerhalb eines Mediums erfolgt durch
die Anregung von Teilchen zu Schwingungen auf Grund bereits schwingender
Teilchen. Man spricht von Longitudinalwellen oder auch Längswellen, wenn diese
Schwingungen in Ausbreitungsrichtung der Welle erfolgen. Bei Schwingungen senkrecht
zur Ausbreitungsrichtung spricht man von Transversalwellen oder Längswellen.
Wasserwellen sind ein Beispiel für Transversalwellen, Schallwellen sind
Longitudinalwellen.
Erregungen physikalischer Felder benötigen hingegen kein
Ausbreitungsmedium, solche Wellen können sich also auch im Vakuum fortpflanzen.
Als wichtigstes Beispiel seien hier die elektromagnetischen Wellen genannt, bei
denen sowohl die elektrische als auch die magnetische Feldstärke Schwingungen
ausführt. Sie können auf Grund der Form der Maxwell-Gleichungen nur als
Transversalwellen auftreten. Auch Licht ist eine elektromagnetische Welle, so
dass sich seine Ausbreitung einschliesslich Beugung, Brechung und Interferenz im
Rahmen der Wellentheorie behandeln lässt (Huygenssches Prinzip). Die Ausbreitung
elektromagnetischer Wellen in Materie kann zu sehr komplizierten Verhältnissen
führen, insbesondere ist die Untersuchung elektrischer und magnetischer Wellen
in Plasmen (Plasmawellen, ausserordentliche Welle) oft nur mit sehr grossem
Aufwand möglich. In diesem Fall können die elektromagnetischen Wellen mit
Schwingungen der Plasmateilchen, also Schallwellen, gekoppelt sein. Ähnliches
gilt für Festkörper, bei denen durch Prozesse, an denen elektromagnetische
Wellen beteiligt sind, Phononen erzeugt und vernichtet werden können.
Elektromagnetische Wellen breiten sich stets mit Lichtgeschwindigkeit aus. Dass
die Ausbreitungsgeschwindigkeit in Festkörpern nicht mit der
Lichtgeschwindigkeit übereinstimmt, ist ein Effekt, der durch die ständige
Absorption und zeitverzögerte Reemission der elektromagnetischen Wellen durch
die Atome des Mediums erklärt werden kann.
Im Rahmen der Quantentheorie werden den elektromagnetischen
Wellen die Photonen zugeordnet (Quantenelektrodynamik), die auf Grund ihrer
Ausbreitung mit Lichtgeschwindigkeit die Ruhemasse null besitzen müssen.
Umgekehrt kann man auch Teilchen mit einer von Null verschiedenen Ruhemasse
Materiefelder und damit Materiewellen zuordnen (De-Broglie-Welle).
Bei transversalen Wellen kann es vorkommen, dass die
Schwingungen der zugrundeliegenden physikalischen Grösse nur in einer
Raumrichtung erfolgen. In diesem Fall nennt man die Welle linear polarisiert.
Im Fall von Materiewellen ist die Polarisation durch die Richtung des Spins der
zugehörigen Teilchenströme gegeben.
Eine Fläche innerhalb einer Welle, deren Punkte sich zum
betrachteten Zeitpunkt im gleichen Schwingungszustand (Phase) befinden, nennt
man Wellenfläche oder Wellenfront, die auf den Wellenfronten senkrecht
stehenden Kurven Wellennormalen. Je nach Form der Wellenfronten spricht man von
Zylinder-, Kugel- oder ebenen Wellen. Ebene Wellen ergeben sich bei der
Erregung aller Punkte einer Ebene mit gleicher Phase, Zylinderwellen bei
gleichphasiger Erregung entlang einer Gerade und Kugelwellen bei Erregung in
einem Punkt des Raumes.
Der zu einem festen Zeitpunkt in Ausbreitungsrichtung gemessene Abstand
zweier Wellenflächen gleicher Phase bezeichnet man als Wellenlänge . Als
weitere charakteristische Grössen zur Beschreibung einer Welle dienen ihre Frequenz
sowie die Schwingungsdauer . Die
Frequenz ist definiert als Anzahl der Wellenflächen, die an einem festen
Raumpunkt pro Zeiteinheit vorbeiwandern. Die Phasengeschwindigkeit (die mit der
Ausbreitungsgeschwindigkeit übereinstimmt und streng von der Gruppengeschwindigkeit
zu unterscheiden ist) ist gegeben durch . Eine
vor allem in der Spektroskopie oft verwendete Grösse ist die Wellenzahl . Leider
ist die Definition der Wellenzahl nicht einheitlich, vor allem bei der
theoretischen Untersuchung von Wellenvorgängen findet man oft . Die
Wellenzahl lässt sich zusammen mit der Ausbreitungsrichtung zum Wellenvektor
(auch Wellenzahlvektor) zusammenfassen, wobei der Einheitsvektor in Richtung der
Wellennormale ist. Streng genommen ist nur für ebene Wellen definiert. Die
Ausbreitung von Wellen wird mathematisch durch eine Wellengleichung
beschrieben.
Durch Überlagerung zweier ebener Wellen gleicher Amplitude und
Frequenz, aber entgegengesetzter Ausbreitungsrichtung, ergeben sich stehende
Wellen. Ihre Schwingungsbäuche und -knoten behalten im Gegensatz zu den
fortschreitenden Wellen ihre Lage im Raum bei. Damit sind die Schwingungsknoten
in Ruhe, während die Schwingungsbäuche durch beschrieben werden und somit maximale Änderung
erfahren. Stehende Wellen lassen sich sehr einfach durch die ungedämpfte
Reflexion einer Welle an einem dichteren Medium erzeugen. Es ergibt sich in
diesem Fall ein Phasenunterschied von , d.h. am
Reflexionsort liegt ein Knoten vor. Auch bei der Reflexion an einem dünneren
Medium erhält man eine stehende Welle, nur dass sich am Reflexionsort in diesem
Fall ein Schwingungsbauch befindet. Ein Beispiel für stehende Wellen sind
Seilwellen. Sie entstehen auf einem Seil, das an einem Ende erregt wird. Das
andere Ende ist dabei entweder fest (in diesem Fall bildet sich ein
Schwingungsknoten) bzw. lose (man erhält einen Schwingungsbauch).

Welle 1: a) Transversalwelle und b) Longitudinalwelle bei der
Schwingungsausbreitung auf einer Pendelkette (Momentaufnahmen).

Welle 2: Wellenlänge l und Schwingungsdauer T bei einer harmonischen Welle. Die
Ausbreitungsgeschwindigkeit ist .

Welle 3: Stehende Welle mit Schwingungsbäuchen (B) und -knoten
(K).
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